Immer mehr Küchengeräte lassen sich per WLAN mit dem Smartphone verbinden. Hersteller bieten eigene Apps an, etwa Home Connect für Bosch, Siemens und Neff, die Miele-App oder My AEG Kitchen. Damit lassen sich Geräte fernsteuern, Programme überwachen oder Rezepte direkt an den Backofen senden. Doch nicht jede Funktion bringt echten Mehrwert. Diese Seite hilft Ihnen, Nutzen und Spielerei in der smarten Küche zu unterscheiden.
Was smarte Küchengeräte können
- Backofen aus der Ferne vorheizen oder ausschalten
- Push-Nachricht, wenn Geschirrspüler oder Ofen fertig ist
- Automatische Kopplung von Kochfeld und Dunstabzug
- Kamera im Kühlschrank zum Blick auf den Inhalt beim Einkaufen
- Rezepte mit automatisch übertragenen Garprogrammen
- Ferndiagnose durch den Kundendienst
- Sprachsteuerung über gängige Sprachassistenten
Sinnvoll oder Spielerei?
| Funktion | Einschätzung |
|---|---|
| Kochfeld-Haube-Kopplung | sehr sinnvoll, funktioniert oft ohne App |
| Fertig-Meldung Geschirrspüler | praktisch in großen oder offenen Räumen |
| Ferndiagnose | sinnvoll, spart Technikerbesuche |
| Rezept-Programme für den Backofen | hilfreich für Einsteiger |
| Ofen aus der Ferne vorheizen | gelegentlich nützlich |
| Kühlschrankkamera | eher Spielerei |
| Sprachsteuerung | eher Spielerei, Komfort bei vollen Händen |
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Datenschutz und Langlebigkeit
Vernetzte Geräte senden Nutzungsdaten an Herstellerserver. Prüfen Sie die Datenschutzhinweise und deaktivieren Sie Funktionen, die Sie nicht nutzen. Wichtig ist auch, wie lange der Hersteller App und Updates unterstützt. Ein Backofen hält 15 Jahre, eine App-Plattform nicht zwangsläufig. Alle Grundfunktionen sollten daher auch ohne Netzwerk bedienbar bleiben.
Vor- und Nachteile vernetzter Geräte
Vorteile
- Mehr Komfort und Kontrolle
- Software-Updates können Funktionen ergänzen
- Energieverbrauch lässt sich teils per App auswerten
Nachteile
- Aufpreis gegenüber Geräten ohne WLAN
- Abhängigkeit von Hersteller-Apps
- Datenschutzfragen
Smarte Küche im Gesamtkonzept
Smarte Funktionen entfalten ihren Nutzen erst im Zusammenspiel mit guter Planung. Eine durchdachte Beleuchtung mit Dimmfunktion und eine passende Steckdosenplanung sind oft wichtiger als App-Funktionen. Wie vernetzte Geräte Strom sparen können, lesen Sie unter Energieeffizienz. Smart-Home-Funktionen gehören auch zu den Küchentrends 2026.
Smarte Geräte im Angebot
Ob ein Gerät WLAN-fähig ist, erkennen Sie oft erst an der genauen Modellbezeichnung. Lassen Sie sich im Angebot die Modellnummern nennen und prüfen Sie, welche App-Funktionen tatsächlich enthalten sind. Manche Hersteller bieten zusätzliche Funktionen als kostenpflichtiges Upgrade an. Wie Sie Gerätepositionen vergleichen, lesen Sie unter Angebote vergleichen. Wenn Sie vernetzte Geräte direkt in Ihre Küchenplanung einbinden möchten, können Sie kostenlos Küchenangebote anfordern.
KITCHENCHECK-Tipps
- Wählen Sie Geräte eines Herstellerverbunds, wenn Sie sie über eine gemeinsame App steuern wollen.
- Verbinden Sie Geräte mit einem separaten Gast- oder IoT-WLAN.
- Zahlen Sie nur für Smart-Funktionen, die Sie konkret nutzen werden.
Häufige Fragen
Was ist Home Connect?
Home Connect ist die App-Plattform der BSH-Gruppe, zu der Bosch, Siemens und Neff gehören. Damit lassen sich kompatible Geräte per Smartphone steuern und überwachen.
Funktionieren smarte Geräte auch ohne WLAN?
Ja, die Grundfunktionen sind immer direkt am Gerät bedienbar. Nur Fernsteuerung und App-Funktionen benötigen eine Verbindung.
Wie viel Aufpreis kostet eine WLAN-Funktion?
Bei vielen Mittelklassegeräten ist WLAN bereits integriert. Wo es als Ausstattungsmerkmal unterscheidet, liegt der Aufpreis meist bei 50 bis 200 Euro pro Gerät.