Eine gute Küchenbeleuchtung macht die Arbeit sicherer und angenehmer. Wer nur eine Deckenleuchte vorsieht, steht beim Schneiden im eigenen Schatten. Planen Sie die Beleuchtung daher früh, am besten bevor der Elektriker die Leitungen verlegt. Sinnvoll ist ein Konzept aus drei Ebenen: Grundlicht, Arbeitslicht und Akzentlicht. Auf dieser Seite finden Sie Richtwerte und praktische Hinweise.
Die drei Lichtebenen
- Grundbeleuchtung: Deckenleuchten oder Einbauspots sorgen für gleichmäßige Helligkeit im Raum.
- Arbeitslicht: Leuchten unter den Oberschränken oder in der Dunstabzugshaube beleuchten Arbeitsfläche und Kochfeld direkt.
- Akzentlicht: Sockelbeleuchtung, beleuchtete Vitrinen oder LED-Profile in Regalen schaffen Atmosphäre.
Richtwerte für Helligkeit und Lichtfarbe
| Bereich | Beleuchtungsstärke | Farbtemperatur |
|---|---|---|
| Grundlicht Raum | ca. 300 Lux | 2.700–3.000 K |
| Arbeitsfläche | ca. 500 Lux | 3.000–4.000 K |
| Essplatz / Insel | ca. 200–300 Lux, dimmbar | 2.700 K |
| Akzentlicht | gering, dimmbar | 2.700 K oder farbig |
Achten Sie auf einen Farbwiedergabeindex (CRI) von mindestens 90, damit Lebensmittel natürlich aussehen.
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Arbeitslicht ohne Schatten
Das Arbeitslicht sitzt idealerweise vorn unter den Oberschränken, nicht direkt an der Wand. So fällt das Licht auf die gesamte Arbeitstiefe. LED-Lichtleisten mit Diffusor verhindern Lichtpunkte, die sich in glänzenden Arbeitsplatten spiegeln. Bei Küchen ohne Oberschränke, etwa einer Inselküche, übernehmen Pendelleuchten oder Deckenspots über der Arbeitsfläche diese Aufgabe. Pendelleuchten hängen etwa 60 bis 80 cm über der Platte.
Steuerung und Elektroplanung
- Jede Lichtebene separat schaltbar planen
- Dimmbare Leuchten für Essbereich und Akzentlicht vorsehen
- Schalter an allen Zugängen der Küche
- Bewegungsmelder in Hochschränken und Auszügen sind praktisch
- Smarte Steuerung per App oder Sprachassistent möglich, siehe smarte Küche
Typische Fehler und Kosten
Häufige Fehler sind zu kaltes Licht im Wohnbereich einer offenen Küche, fehlende Unterbauleuchten und spiegelnde Spots über Hochglanzfronten. Für ein LED-Paket mit Unterbau- und Akzentlicht sollten Sie im Küchenangebot etwa 300 bis 1.500 € einplanen. Lassen Sie die Leuchten im Angebotsvergleich einzeln ausweisen, und fragen Sie bei der Anfrage gezielt danach, wenn Sie kostenlos Küchenangebote anfordern.
Checkliste Küchenlicht
- Grundlicht gleichmäßig über den Raum verteilt
- Unterbauleuchten vorn unter allen Oberschränken
- Licht über Kochfeld, meist in der Haube integriert
- Dimmbares Licht über Essplatz oder Insel
- Separate Schaltkreise und Schalter an jedem Zugang
- Steckdosen und Leerrohre für Akzentlicht eingeplant
KITCHENCHECK-Tipps
- Planen Sie Leerrohre für späteres Licht mit ein – das Nachrüsten ist sonst aufwendig.
- Verwenden Sie in einem Raum möglichst eine einheitliche Lichtfarbe pro Ebene.
- Lassen Sie sich im Studio Unterbauleuchten auf einer dunklen und einer hellen Arbeitsplatte zeigen.
Häufige Fragen
Welche Lichtfarbe ist für die Küche am besten?
Für die Arbeitsfläche eignet sich neutralweißes Licht mit 3.000 bis 4.000 Kelvin, für Ess- und Wohnbereich warmweißes Licht um 2.700 Kelvin.
Wie viele Lux braucht eine Arbeitsfläche?
Als Richtwert gelten rund 500 Lux auf der Arbeitsfläche, für die allgemeine Raumbeleuchtung reichen etwa 300 Lux.
Kann ich die Beleuchtung später nachrüsten?
Grundsätzlich ja, etwa mit Akku-Leisten. Fest installierte und sauber verkabelte Lösungen sollten jedoch vor der Montage eingeplant werden.